Wie kam es zu Longobility?

Da ich selbst viele Jahre aktiv im Turnierhund-, Obedience- und Agility-Sport unterwegs war und seit einem Seminarbesuch im Jahr 2008
auch eine Anhängerin des Longierens bin, war die Suche nach dem
für mich passenden Weg der Auslastung und einem interessant gestalteten
Arbeiten mit meinen Hunden immer sehr wichtig.

Meine eigenen Hunde sollten stets begeistert und motiviert mitarbeiten und durch verschiedenes Lösen schon bekannter Übungen vom Longierkreis aus,
mehrere Varianten der einzelnen Aufgaben sowie eine
erschwerte Ausführung der Übung kennenlernen.

Über die Jahre hinweg habe ich viele verschiedene Übungen aus anderen Hundesportarten (Agility, Obedience, usw.) in meine Longierarbeit
eingebaut und war überrascht, wie gewinnbringend und variantenreich
sich die einzelnen Übungssequenzen miteinander
kombinieren und verbinden lassen.

Schnell merkte ich, ob mein Hund eine Übung wirklich verstanden hatte,
ob ich von meiner Hilfegebung klar verständlich war oder sich eine Aufgabe
einfach noch als zu knifflig für uns darstellte. Trotz aller kleinen und großen Rückschläge und auch anfänglicher Missverständnisse,
waren die Bereitschaft der Mitarbeit und des Zuhörens meiner Hunde
sowie der Spaß und die Freude am gemeinsamen Tun nie größer.

Meine Hunde entwickelten einen extremen Innenfokus, der jede meiner kleinen Körperregungen gerade auch aus der Entfernung sofort wahrnahm und ein schnelles und exaktes Arbeiten möglich machte.

Die Aufmerksamkeit steigerte sich sehr und die vorhandenen oder auch bewusst ins Training integrierten Außenreize waren uninteressant und wurden nach und nach immer mehr ausgeblendet.

Selbstverständlich merkte ich dadurch auch im Alltag viele Veränderungen. Meine Hunde wurden aufmerksamer, sie nahmen von selbst sehr viel Blickkontakt zu mir auf und blieben unaufgefordert in einer stetigen Verbindung (mentale Leine). Die Reizempfänglichkeit sowie die eigene Impulskontrolle draußen verbesserten sich und die Annahme meiner Kommandos gerade auch auf Distanz war toll.

Für mich stand daher fest: 

Diese Art des sportlichen Longierens mit Elementen aus Obedience und Agility bietet die perfekte Basis für intensive Kommunikation mit gleichzeitigem Beziehungs- und Bindungsaufbau und vor allem eine abwechslungsreiche,
kreative und spannende Trainingsmöglichkeiten zur
Auslastung und Beschäftigung  des Hundes.

Eine geeigneter Weg war für mich geschaffen und ‚Longobility‘ damit geboren!

Mit Longobility habe ich das Rad natürlich nicht neu erfunden. Es ist gewiss
auch keine revolutionäre Innovation – aber es ist ein
perfekter Zusammenschluss von drei wunderbaren Sportarten,
die für mich eine optimale Möglichkeit zur Beschäftigung des Hundes bieten:
Longieren – Obedience – Agility kurz ‚Longobility‘!

Heute bin ich überzeugt, dass Longobility eine optimale Trainingsmöglichkeit zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Mensch-Hund-Teams ist und ebenso viele Lösungsansätze bei vorhandenem Problemverhalten des Hundes bietet.

Die langsam aufeinander aufbauenden Übungen bieten im Rahmen des Longierens zahlreiche individuelle Wege des Trainings und Lasten den Hund in
idealer Weise geistig und körperlich aus.

Durch Longobility wird nicht nur die Aufmerksamkeit und die Kommunikations-bereitschaft des Hundes weiter geschult, sondern auch eine besondere Verbindung (mentale Leine) aktiviert, die es ermöglicht mit seinen Hund auch auf große Distanz über kleinste Hilfen zuverlässig zusammenzuarbeiten.

Dieses intensive Fördern und Fordern lässt den Hund immer besser Zuhören und sorgt für eine ganz spezielle Harmonie des gemeinsamen Arbeitens.

Aber wie bei allem, ist natürlich ein durchdachter Aufbau bei der Steigerung der neuen Herausforderungen nötig, um den Spaß und die Freude sowie
die Motivation für beide Seiten lange zu erhalten.