Was lernen Mensch und Hund?

 Der Mensch lernt…

  • seine gesamten Möglichkeiten in der Kommunikation mit dem Hund (Körpersprache, Blick, Gestik, Mimik, Stimme, …) sicher und verständlich einzusetzen, damit ein klares achtsames Führen und konzentriertes Arbeiten mit dem Hund möglich wird.
  • das Handling der eigenen Körpersprache, damit dem Hund ‚Raum gegeben‘ oder ‚Raum genommen‘, er ‚beschleunigt‘ oder auch ‚verlangsamt bzw. eingebremst‘ werden kann
    (ohne unnötigen Druck durch eine zu extreme Körpersprache aufzubauen).
  • Grenzen und Tabuzonen zu setzen.
  • ein unsichtbares Band der Verständigung (mentale Leine) durch wechselseitiges Agieren und Reagieren aufzubauen und zu verstärken (Sender-Empfänger-Prinzip).
  • selbst aufmerksam und konzentriert bei der Sache zu sein, damit ein ruhiges Arbeiten mit kurzen Übungssequenzen einen schönen Lernerfolg des gemeinsamen Teams ermöglicht.
  • seinen Hund besser zu lesen und einzuschätzen – sowie die unterschiedliche mentale und körperliche Belastbarkeit seines Hundes zu beachten.
  • nicht nur zu, sondern mit seinem Hund zu sprechen!
  • richtiges Timing sowie die passende Wahl der Belohnungen für den Hund
    (Lob über Stimme (Markerwort), Clicker, Leckerli, Spielzeug, usw.).
  • bedürfnisorientierte Belohnungen bewusst und differenziert einzusetzen und durch die Art und den Ort der Übergabe an den Hund weitere Trainingsziele zu vermitteln.

    (-s. Clicker:         ‚Click for action, feed for position‘ –
                                 Markiere die Aktion und belohne die gewünschte Position!)

  • verschieden Motivationsstrategien für ein gewinn- und spaßbringendes Training.
  • dass der Hund unser Verhalten spiegelt und es in der Arbeit mit einem anderen Individuum (Hund) einfach Zeit, Geduld und vor allem auch unterschiedliche Werkzeuge des Baukastens der Kommunikationsmöglichkeiten braucht.
  • der Weg das Ziel ist und dieser manchmal nicht direkt, sondern über kleine Umwege führen kann.

… und noch vieles mehr!

Der Hund lernt…

  • seinen Menschen und dessen Körpersprache besser zu verstehen.
  • ruhig, konzentriert und aufmerksam mit dem Menschen zu arbeiten und in einer stetigen Verbindung (mentale Leine) zu bleiben.
  • sich mehr an seinem Menschen zu orientieren (Bindungs- und Vertrauensaufbau mit klarer Führung und respektvollem Umgang).
  • erst im Nahbereich und später dann auch auf Distanz den körpersprachlichen Anweisungen zu folgen und die Kommandos verbindlich auszuführen.
  • Grenzen und Tabuzonen zu akzeptieren.
  • Innenfokus zu halten und Außenreize nach und nach immer mehr auszublenden.
  • eine bessere Impulskontrolle.
  • Stress durch gleichbleibende Bewegungsabläufe abzubauen.
  • den bewusst ins Training eingebauten Verleitungen zu widerstehen.
  • seine natürlichen Bedürfnisse kontrolliert auszuleben.
  • als harmonische Einheit mit seinem Menschen zu wachsen und die verschiedenen Herausforderungen mit Spaß und Freude gemeinsam zu meistern.
  • dass nicht nur zu ihm, sondern mit ihm gesprochen wird und seine hundischen Signale beim Menschen Beachtung finden (Beschwichtigungssignale).
  • motivierte Mitarbeit sich lohnt und gewünscht ist.

… und noch vieles mehr!